Sie befinden sich auf den Internetseiten des Aktionsbündnis Nichtrauchen


Hauptnavigation


Servicenavigation


Inhalt

Aktuelles

Drogen- und Suchtbericht 2014 vorgestellt

09.07.2014

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mortler hat am 7. Juli den Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung vorgestellt. In der Pressemitteilung hierzu wird insbesondere der Rückgang der Raucherquoten bei Jugendlichen hervorgehoben. Dass der Tabakkonsum in der Gruppe der 12- bis 17-Jährigen auf 12 Prozent zurückgegangen ist, ist sehr erfreulich, aber nur die halbe Wahrheit. Unter der erwachsenen Bevölkerung rauchen in Deutschland immer noch etwa ein Drittel der Männer und ein Viertel der Frauen. Die Gruppe der jungen Erwachsenen (18-19 Jahre) raucht dabei im Verhältnis zu anderen Altersgruppen am häufigsten: hier sind es 40 Prozent der Frauen und 47 Prozent der Männer.

Die Bundesregierung bewertet die bisherigen Maßnahmen der Verhaltens- und Verhältnisprävention als erfolgreich und kündigt an, die Anstrengungen im gleichen Umfang fortsetzen zu wollen. Auch wenn es zuversichtlich stimmt, dass das Rauchen in der Gruppe der Jugendlichen deutlich weniger verbreitet ist als noch zu Beginn dieses Jahrtausends, müssen nach Auffassung des ABNR die Tabakpräventionsbemühungen deutlich ausgebaut werden.

In anderen EU-Ländern (z.B. Finnland, Schweden) konnte die Raucherquote durch strikte Tabakprävention bereits auf unter 20 Prozent reduziert werden. Auch die Europäische Tabak-Kontroll-Skala 2013, wonach Deutschland unter den befragten 34 Ländern den vorletzten Platz einnimmt, unterstreicht den Nachholbedarf bei der Tabakkontrollpolitik unseres Landes.

Um den Tabakkonsum in allen Teilen der Bevölkerung langfristig zu senken und die Bürgerinnen und Bürger besser vor Passivrauch zu schützen, sind vor allem effektive regulatorische Maßnahmen notwendig. Zentrale Forderungen des ABNR sind deshalb:

1. Nichtraucherschutz gesetzlich weiter verbessern und bundesweit vereinheitlichen
2. Tabakwerbung, Promotion und Sponsoring in jeder Form verbieten
3. Tabaksteuern kontinuierlich und deutlich erhöhen
4. Vertriebsmöglichkeiten von Tabakwaren einschränken
5. Hilfen zum Rauchstopp verbessern
6. E-Zigaretten und E-Shishas wirksam regulieren
7. Einflussnahme der Tabakindustrie transparent machen und eindämmen

Weitere Informationen und Meldungen zum Thema:

Für eine konsequente Tabakprävention. Positionspapier des ABNR zur 18. Legislaturperiode

 Homepage der Drogenbeauftragten