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Welt-Nichtrauchertag

Welt-Nichtrauchertag 2001

RAUCHFREI – Der Genuss von Freiheit, Entspannung und Schönheit

BZgA-Pressemitteilung vom 28. Mai 2001

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung präsentiert zum Welt-Nichtrauchertag sieben neue Kino- und TV-Spots als Persiflage auf bekannte Zigarettenwerbung

Zum diesjährigen Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai 2001 bringt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sieben neue Nichtraucherspots in die Kinos, die gleichzeitig auch den Fernsehanstalten und Discotheken zur Verfügung gestellt werden. Es handelt sich hierbei um die Fortsetzung einer erfolgreichen Aufklärungsstrategie, um insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen Gesundheitsbewusstsein und Nichtrauchen zu fördern.

Wie schon im Vorjahr greift die Bundeszentrale bekannte Werbeaussagen der Tabakindustrie auf und verbindet sie mit Botschaften zur Förderung des Nichtrauchens. Das Ziel ist es dabei aufzuzeigen, dass die Versprechungen der Tabakwerbung wie Freiheit, Naturgenuss, Schönheit und Kontakte zu interessanten Menschen durch Rauchen nicht in Erfüllung gehen. Die neuen Nichtraucher-Spots zeigen, dass diese Werte in Verbindung mit einem rauchfreien Lebensstil viel glaubwürdiger erscheinen. RAUCHFREI ist die Botschaft, die im Kino vor allem Jugendlichen und jungen Erwachsenen vermittelt werden soll.

"Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung setzt mit dieser Aufklärungsstrategie einen erfolgreichen Ansatz fort, der bereits im vergangenen Jahr bei Jugendlichen und jungen Menschen auf große Resonanz gestoßen ist", erklärt Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Der Vorjahresspot ‚Pferde rauchen nicht‘, eine Persiflage auf den rauchenden Cowboy, wurde beim Werbefilm-Festival in Montreux mit dem ‚Golden Award‘ ausgezeichnet und erhielt in New York den ‚global health award‘. Im Rahmen der wissenschaftlichen Evaluation erreichte er höchste Aufmerksamkeitswerte. Diese Ergebnisse bestätigen, dass wir mit der Aufklärungsstrategie der Aufdeckung von Werbeabsichten auf dem richtigen Weg sind."

Rauchverhalten Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2000/2001

Die aktuelle Repräsentativerhebung "Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2000/2001" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kommt beim Rauchverhalten Jugendlicher zu folgenden Ergebnissen:

Von den 12 bis 25jährigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen rauchen derzeit 38 Prozent. In den neuen Bundesländern ist die Raucherquote mit 40 Prozent etwas höher als in den alten Bundesländern (36 Prozent). Die derzeitige Raucherquote liegt allerdings etwas niedriger als bei der letzten Wiederholungsbefragung im Jahr 1997. Damals rauchten 41 Prozent der befragten jungen Menschen.

Unverändert hoch hingegen bleibt die Raucherquote in der Gruppe der jüngeren Jugendlichen zwischen 12 bis 17 Jahren – sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesländern. In dieser Altersgruppe stieg der Tabakkonsum zwischen 1993 und 1997 deutlich von 20 auf 28 Prozent an und ist seither nicht zurückgegangen.

Es besteht die Gefahr, dass diejenigen, die in jungen Jahren mit dem Rauchen beginnen, ein hohes Maß an körperlicher und psychischer Abhängigkeit entwickeln und große Probleme haben, wieder den Ausstieg zu finden. Deshalb ist es das Ziel der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, mit ihren Aufklärungsstrategien bei den Jugendlichen den Einstieg ins Rauchen möglichst zu verhindern bzw. so weit wie möglich hinauszuschieben.

Die neuen Nichtraucherspots der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Die diesjährigen sieben neuen Nichtraucherspots sind Persiflagen auf bekannte Zigarettenmarken. Die BZgA-Spots greifen die jeweiligen Werbestrategien auf. Die Darstellung ist amüsant und soll doch nachdenklich machen. Obwohl die Spots völlig unterschiedlich in der Gestaltung sind, haben sie eine gemeinsame Botschaft: Sie greifen die Versprechungen der Tabakwerbung auf und zeigen, dass sich die Wünsche, an denen die Werbung anknüpft, nicht durch Rauchen erfüllen lassen, sondern dass Werte wie Freiheit, Naturgenuss, Schönheit und Kommunikationsfähigkeit eher mit einem rauchfreien Lebensstil verbunden sind.

Persiflage auf einen rauchenden Cowboy:

Ein Trupp Cowboys treibt eine Herde freilaufender Wildpferde zusammen und drängt sie in ein Gatter. Anschließend werden die Pferde durch eine Schleuse geführt, um ihnen ein Brandzeichen zu setzen. Während die Cowboys in der Pause eine Zigarette rauchen, gelingt es den Tieren mit aller Kraft, eine Zaun niederzutreten und sich zu befreien. Die Cowboys stehen erstaunt und hilflos in den verlassenen Gattern, gefangen in ihren eigenen Begrenzungen.

Anknüpfend an den Vorjahresspot "Pferde rauchen nicht" verdeutlicht die Schrifteinblendung "horses don’t smoke" unter dem Bild der freilaufenden Pferde die Botschaft: RAUCHFREI bedeutet wirkliche Freiheit.

Nichtrauchen ist Mental power:

Ein Samurai verkörpert die geistige Kraft des Ostens. Wir sehen den Samurai in voller Konzentration. Die Versuchung erscheint in Gestalt einer schönen Frau, die ihm eine Zigarette zuwirft. Noch im Flug zerteilt der Samurai die Zigarette mit dem Schwert in der Luft. Aufgereiht liegen die Zigarettenteile am Boden und die Frau ist beeindruckt von der Kunstfertigkeit des Samurai. Es entwickelt sich ein intensiver Blickkontakt und das Schlussbild zeigt, wie beide zu einer gemeinsamen Meditationsübung gehen. Fazit: RAUCHFREI schafft interessante Kontakte.

"Blümchen" zwischen Rauchen und Nichtrauchen

Der Spot zeigt im Vergleich die Auswirkungen vom Rauchen und Nichtrauchen. In Großaufnahme das Gesicht eines jungen Mädchens, unterlegt mit einer Liebesmelodie: eine Hommage an die Schönheit der Frau. Zum Geräusch eines Feuerzeugs steigt in der rechten Bildhälfte Rauch auf. Durch filmtechnisches "Morphing" altert das Gesicht auf der rauchfreien Hälfte weniger schnell. Die Gesichtshälfte auf der Rauchseite wird grau und bekommt mehr Falten. Fazit: RAUCHFREI macht schön.

Persiflage auf ein Wüstentier:

In einer Trilogie benennt ein Kamel auf skurile Art die Gründe, warum es raucht, warum es aufhören will und letztendlich, warum es nicht mehr raucht. Dazu der erste Text: "Warum ich rauche? Hm, ich rauche gerne, weil...., weil ich ein Kamel bin. Ha! Hi! Ho!" Dabei schüttelt sich das Kamel vor Lachen, als habe es einen guten Witz erzählt.

Der zweite Spot zeigt das Kamel bei Filmaufnahmen zu einem Rauchspot. Dabei stellt es als Hauptdarsteller fest: "Eigentlich rauche ich gar nicht gerne, weil..., weil ich lieber meilenweit laufe, ohne aus der Puste zu kommen. Das Kamel verlässt einfach den Drehort und verschwindet lachend in der Ferne. Aus dem Set ertönt die Stimme des frustrierten Filmteams: "Verdammt, schon wieder ein Kamel weniger."

Der dritte Spot zeigt das Kamel auf einer Palme in der Wüste. "Ihr wollt wissen, warum ich nicht mehr rauche?", fragt es. "Na, weil ich die Leichtigkeit endlos genießen kann." Es lacht, streckt die Beine seitwärts vom Körper ab, fliegt um die Palme und wiederholt: "Ich fühle mich so frei, so frei, so frei...". Fazit: RAUCHFREI ist stark und cool.

Persiflage auf "glückliche Glimmstengel":

Situationsgrundlage ist die Tatsache, dass viele Menschen am Computer arbeiten und dabei rauchen. In einer Computer-Trick-Animation erscheint auf dem Bildschirm eine Zigarettenschachtel und Zigaretten, die sich verführerisch anbieten. "Nimm mich, mach mich an, steck mich rein, mach mich heiß...", unterlegt mit heißer Heavy Metal Musik. Doch die volle Zigarettenschachtel wird zerknüllt und die UNLUCKIES landen in der Mülltonne.
Die Alternative: NEUSTART mit RAUCHFREI. Eine Blumenwiese mit Vogelstimmen symbolisiert Ruhe und Entspannung. Fazit: RAUCHFREI relaxt
und entspannt.

Das Beratungstelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Raucherentwöhnung bzw. zur Förderung des Nichtrauchens ist unter der Telefonnummer 0221-892031 von Montag bis Donnerstag zwischen 10:00 Uhr und 22:00 Uhr und von Freitag bis Sonntag zwischen 10:00 Uhr und 18:00 Uhr besetzt.