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Welt-Nichtrauchertag

Welt-Nichtrauchertag 2001

Nichtraucherschutz ist Gesundheitsschutz

Deutsche Krebshilfe zum Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai

Bonn/Berlin (ek) - „Keine dicke Luft am Arbeitsplatz - Auch Passivrauchen macht krank!“ lautet der Slogan zum diesjährigen Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai 2001. Die Koalition gegen das Rauchen, der auch die Deutsche Krebshilfe angehört, stellte in Berlin ihren Forderungskatalog zur Verbesserung des Nichtraucherschutzes vor. Hierzu gehört insbesondere der Rechtsanspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz. Die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski, rief die Mitglieder des Bundestages dazu auf, am 31. Mai für eine Änderung der Arbeitsstättenverordnung zu stimmen.

In Deutschland rauchen 17,8 Millionen Menschen zwischen 18 und 59 Jahren. Sie gefährden damit ihre Gesundheit, denn das Inhalieren von Tabakrauch ist verantwortlich für eine Vielzahl von Erkrankungen. Der „blaue Dunst“ kann Lungenkrebs und chronische Atemwegserkrankungen auslösen - aber auch Herz-Kreislauf-Krankheiten, Blasen-, Nieren- und Kehlkopfkrebs gehen in vielen Fällen auf das Konto des Rauchens. An den Auswirkungen des Tabakkonsums sterben jährlich 100.000 Menschen in Deutschland - das sind 300 Personen pro Tag.

Doch die Raucher schaden nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Mitmenschen: Passivrauchen erhöht die Gefahr an Krebs zu erkranken oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Allein an einem durch Passivrauchen ausgelösten Lungenkrebs sterben in Deutschland 400 Menschen im Jahr. Gerade das Passivrauchen am Arbeitsplatz spielt hierbei eine große Rolle - schließlich verbringt jeder Berufstätige einen großen Teil seines Tages mit Kollegen. Das Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz muss daher gesetzlich verankert werden, fordert die Koalition gegen das Rauchen, ein Aktionsbündnis von 80 Institutionen des deutschen Gesundheitswesens, zu dem auch die Deutsche Krebshilfe gehört. „Nichtraucherschutz ist Gesundheitsschutz“, so die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Frau Professor Dr.-Ing. habil. Dagmar Schipanski, bei der Pressekonferenz in Berlin.

Am 31. Mai 2001 ist der Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz Motto des Welt-Nichtrauchertages und zugleich Thema im Bundestag: An diesem Tag wird über die Änderung der Arbeitsstättenverordnung debattiert. „Der vorliegende Änderungsantrag schafft mehr Rechtssicherheit und mehr Rechtsklarheit für den Nichtraucher“, sagte Uta Titze-Stecher (SPD), Mitglied des Bundestages und Angehörige der Interfraktionellen Nichtraucherschutzinitiative im Deutschen Bundestag, in Berlin. Bislang ist es zumeist der Gutwilligkeit der Entscheidungsträger in einem Betrieb überlassen, ob rauchfreie Arbeitsplätze eingerichtet werden oder nicht. In Betrieben, die von Rauchern geführt werden, fehlt ein wirksamer Nichtraucherschutz doppelt so häufig wie in Betrieben mit nichtrauchenden Führungskräften.

Ist der erste Schritt zum Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz erst einmal getan, dann wäre der Weg frei für weitere Verbesserungen: „Die Folgen des Passivrauchens müssen auch hier in Deutschland als Berufskrankheit anerkannt werden“, forderte Professor Dr. Nikolaus Konietzko, Ärztlicher Direktor der Ruhrlandklinik Essen und Kuratoriumsmitglied der Deutschen Lungenstiftung bei der Pressekonferenz.

Das Aktions-Poster der Koalition gegen das Rauchen zum diesjährigen Welt-Nichtrauchertag wird kostenlos verteilt und setzt das Thema Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz auf humorvolle Art um. Das nationale Rauchertelefon des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg steht am Welt-Nichtrauchertag von 9 bis 19 Uhr für alle Fragen zum Thema Rauchen, Passivrauchen und Aufhören unter Tel.: 06221 - 42 42 00 zur Verfügung.

Die Gefahren des Passivrauchens

Der Tabakrauch enthält 40 krebserregende Verbindungen und zahlreiche entzündungsauslösende gasförmige Stoffe. Diese schädlichen Verbindungen sind nicht nur im Inhalationsrauch vorhanden, sondern auch im Nebenstromrauch, also demjenigen Rauch-Anteil, der zwischen den Inhalationsphasen des Rauchers aus der Zigarette aufsteigt. Wer zwei Stunden als Nichtraucher in einem „verqualmten“ Raum verbringt, nimmt so viele Schadstoffe auf, als hätte er selbst eine Zigarette geraucht. Passivraucher haben ein deutlich erhöhtes Risiko an Lungenkrebs, Herzinfarkt und chronischen Atemwegsstörungen zu erkranken.

Interviewpartner und Aktions-Poster zum Welt-Nichtrauchertag auf Anfrage!

Bonn, 28. Mai 2001

Weitere Informationen über Projekte und die Arbeit der Deutschen Krebshilfe erhalten Sie auch im Internet unter:  http://www.krebshilfe.de